WordPress Wartungsmodus (de)aktivieren: So geht's

WebsiteBakery/WordPress/WordPress Wartungsmodus
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Autor: Mirco Stalla
CEO WebsiteBakery

Mit dem WordPress Wartungsmodus wird Ihrer eigentlichen Website kurzzeitig eine andere Seite vorgeschaltet. Wie Sie den Wartungsmodus aktivieren und bei Problemen manuell deaktivieren, lesen Sie in den nachfolgenden Zeilen.

Der WordPress Wartungsmodus ist eine hilfreiche Funktion, wenn Sie Ihre Website grade auf- oder umbauen. So kann nicht jeder Besucher Ihre virtuelle Baustelle einsehen und Sie entscheiden, wann diese online sichtbar wird. Ebenso wird der WordPress Wartungsmodus automatisch zwischengeschaltet, wenn Sie WordPress aktualisieren.

Durch die Aktivierung des WordPress Wartungsmodus wissen Ihre Besucher, dass Ihre Website nicht ständig, sondern nur vorübergehend offline ist. Weiters besteht die Möglichkeit, auf der temporär angezeigten Seite andere Informationen (wie z. B. Kontaktinfos oder andere nützliche Features) unterbringen. Sie können entweder auf den WordPress-eigenen Wartungsmodus zurückgreifen, oder aber ein WordPress Wartungsmodus-Plugin einsetzen. Statt Ihnen neugierig über die Schultern zu schauen, sehen dann die Besucher „Achtung Baustelle“ bzw. eine eigens von Ihnen eingerichtete Infoseite.

Anleitung

WordPress Wartungsmodus aktivieren – So geht’s

Sie können den WordPress Wartungsmodus manuell oder mittels eines Plugins aktivieren. Je nach Bearbeitung und Kenntnistand ist entweder die eine oder die andere Variante sinnvoller. Wenn Sie nur kleine (kosmetische) Änderungen vornehmen wollen, dann ist der Einsatz eines Plugins eher wie der Schuss mit der Kanone auf Spatzen. Aufwändigere Bearbeitungen oder ein umfangreiches Webprojekt machen den Einsatz eines zusätzlichen Plugins aber durchaus sinnvoll. Dadurch können Sie die Besucher Ihrer Seite z. B. darüber informieren, wann die Seite wieder verfügbar ist.

WordPress besitzt einen eigenen Wartungsmodus, in den es während der Aktualisierung eines Themes oder eines Plugins automatisch wechselt. Je nach Bedarf können Sie diesen aktivieren bzw. deaktivieren; und das Ganze ohne zusätzliche Erweiterung installieren zu müssen.

WordPress Wartungsmodus ohne Plugin aktivieren

Um manuell in den WordPress Wartungsmodus („Maintenance Mode“) zu wechseln, können Sie eine Datei namens .maintenance im Root-Verzeichnis anlegen (achten Sie auf den Punkt vor maintenance). In diese Datei fügen Sie mit Hilfe eines Texteditors folgenden kurzen PHP-Code ein:

<?php $upgrading = time(); ?>

Die Datei wird automatisch angelegt und in der Regel auch ebenso automatisch entfernt, wenn Sie ein Plugin für den Wartungsmodus verwenden. Den enthaltenen Timestamp können Sie freilassen. WICHTIG: Wenn Sie mit Ihren Arbeiten fertig sind und die Seite wieder sichtbar sein soll, dann dürfen Sie nicht vergessen, die Datei nach erfolgreicher Wartung wieder zu löschen.

Eine andere Möglichkeit zum manuellen Start des Wartungsmodus, besteht im Einsatz der Datei functions.php. Die functions.php ist eine sogenannte Template-Datei. Solche Dateien werden dazu verwendet, um Funktionen und Features zu WordPress hinzuzufügen. Für Wartungsaufgaben können Sie der functions.php einen kurzen PHP-Code einfügen, der für die Aktivierung des Wartungsmodus sorgt. Ein möglicher Eintrag in der functions.php sieht z. B. folgendermaßen aus:

<?php
function maintenace_mode()

{ if ( !current_user_can( ‚administrator‘ ) )   {

wp_die(‚Maintenance.‘);

}
}
add_action(‚get_header‘, ‚maintenace_mode‘);
?>

Sie können natürlich auch Texte oder Bilder eingeben, die auf der Seite während der Wartung angezeigt werden. Dazu sind jedoch entsprechendes PHP-Kenntnisse notwendig. Ein einfacher Eintrag in der functions.php kann so aussehen:

function kb_wartungsmodus()
 {
  if ( !current_user_can( ‚edit_themes‘ ) || !is_user_logged_in() )
{
  wp_die(‚<h1>Wir aktualisieren aktuell diese Website</h1><p>Im Moment arbeiten wir an unserer Website um sie für Sie zu verbessern. Bitte schauen Sie in Kürze noch einmal vorbei.</p> ‚, ‚Website im Wartungsmodus‘);
    }
  }
add_action(‚get_header‘, ‚kb_wartungsmodus‘);

Diese Codes rufen die Standardseite von WordPress im Wartungsmodus auf, die allerdings sehr simpel gestaltet ist.

Die einfachere Alternative

WordPress Wartungsmodus-Plugin

Wenn Sie sich im Umgang PHP und mit dem Root-Verzeichnis unsicher fühlen, Ihnen das zu riskant erscheint (was es allerdings nicht ist) oder es einfach zu unbequem ist, können Sie den WordPress Wartungsmodus auch mit einem Plugin aktivieren. Je nach Anforderung gibt es dafür verschiedene Plugins.

Wartungsmodus-Plugin #1: Maintenance

  • Nachdem Sie das Plugins Maintenance installiert haben, finden Sie im Admin-Menü einen eigenen Navigationspunkt namens Maintenance. Dort können Sie die nötigen Plugin-Einstellungen vornehmen.
  • Diese sind zwar sehr umfangreich, aber dafür sehr übersichtlich gestaltet. Sie können hier z. B. eine Hintergrundgrafik oder Ihr Logo hochladen oder eine Grafik aus der Mediathek verwenden. Achtung: Dadurch werden die Standardeinstellungen überschrieben. Außerdem können Sie den Text, der auf der Wartungsseite angezeigt wird, selbst bestimmen.
  • Sie können auch – je nach Bedarf – die Anmeldeseite für Besucher ein- bzw. ausschalten, bestimmte Seiten sperren und die Wartungsseite mittels CSS weiter individualisieren.
  • Über einen Regler können Sie den Wartungsmodus in den Plugin-Einstellungen ein- und ausschalten.

Wartungsmodus-Plugin #2: WP Maintenance Mode

  • Die Einstellungen des Plugins finden Sie dessen im Admin-Menü im Bereich „Einstellungen“. Der übersichtliche Verwaltungsbereich des Plugins ist in 3 Sektionen unterteilt: „Allgemein“ , „Design“ und „Module“.
  • Unter „Allgemein“ können Sie den Wartungsmodus aktivieren, Einstellungen für den Admin vornehmen und ausgewählte Inhalte sperren.
  • Unter „Design“ lässt sich die Anzeige des Textes selbst festlegen und der Hintergrund einer statischen Seite einstellen.
  • Dagegen gibt es hier kein Feld, in das Sie eigenen CSS-Code einfügen können. Außerdem können Sie Inhalte nicht so einfach sperren bzw. freischalten wie im Plugin Maintenance. Dafür finden Sie in WP Maintenance Mode einen Countdown vor, falls Sie so etwas benötigen (z. B. für einen Relaunch).

Wartungsmodus-Plugin #3: Coming Soon Page & Maintenance Mode

  • Nach der Installation von Coming Soon Page & Maintenance Mode finden Sie die Einstellungen des Plugins im Admin-Menü unter „Einstellungen“.
  • Die Settings unterteilen sich in vier Sektionen: „Content“, „Design“, „Advanced“ und „Live Preview“. Nach der Freischaltung des Wartungsmodus können Sie entscheiden, ob Sie eine Maintenance-, also Wartungsseite zeigen wollen, oder eine Coming-soon-Seite, die vor allem für Überarbeitungen und bei Kenntnis eines genauen Zeitpunkts, an dem die Arbeiten abgeschlossen sind, geeignet ist.
  • Unter „Content“ können Sie den Text für die Wartungsseite sowie eine Grafik (Ihr Logo?) einfügen und sogar für die Wartungsseite SEO-Einstellungen vornehmen.
  • Unter „Design“ können Sie eine Hintergrundgrafik oder -farbe auswählen, Text- und Linkfarben definieren und auch einen eigenen CSS-Code einfügen.
  • Unter „Advanced“ lassen sich einige Einstellungen durch Skripte (CSS, JavaScript) individualisieren. Wenn Sie nicht fortgeschrittene Kenntnisse in diesen Bereichen haben, sollten Sie diese Funktion eher ungenutzt lassen.
  • Unter „Live Preview“ können Sie schließlich eine Live-Vorschau der Wartungsseite anzeigen lassen.

Tipps & Problemlösungen

Worauf Sie beim Wartungsmodus achten müssen

Wenn Sie eine nichtkommerzielle Seite betreiben, haben Sie die freie Wahl, welche Informationen Sie als Wartungsmeldung anzeigen lassen wollen. Wenn die Seite aber eine kommerzielle ist, müssen Sie beachten, dass der Wartungsmodus Sie nicht von den gesetzlichen Pflichtangaben (Impressum) entbindet. Mit anderen Worten: Die während der Wartungsarbeiten angezeigte Seite muss bei kommerziellen Webseiten zwingend ein Impressum enthalten.

Das Impressum enthält verpflichtende Angaben wie die E-Mail-Adresse oder die Postanschrift des Website-Betreibers. Da das Anbieten einer Kontaktaufnahmemöglichkeit ohnehin ratsam ist, ist das nicht nur ein gesetzliches Muss, sondern auch eines aus Sicht guten Services. Sie ermöglichen es damit Ihren Besuchern auch während des Wartungszeitraums die Kontaktaufnahme mit Ihnen.

Bei Problemen: Wartungsmodus manuell deaktivieren

Bei der Aktivierung des Wartungsmodus erstellt WordPress die temporäre, auch manuell anlegbare, Datei .maintenance (beachten Sie den Punkt vor dem Dateienamen) im Hauptordner. Sie wird nach Beendigung des Wartungsmodus üblicherweise wieder gelöscht. Allerdings kann es vorkommen, dass die Datei bei nicht korrekter oder nicht vollständiger Durchführung eines Updates nicht gelöscht wird. Das bewirkt dann, dass der Wartungsmodus nicht beendet wird.

Dieses Problem lässt sich recht einfach beheben: Löschen Sie einfach die .maintenance-Datei mittels eines FTP-Programms manuell.

Um eine manuelle Löschung der .maintenance durchzuführen, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Greifen Sie mittels FTP-Programm (z. B. FileZilla) auf Ihren Webserver zu.
  2. Navigieren Sie in das Hauptverzeichnis Ihrer WordPress-Installation.
  3. Hier sollten Sie die Datei .maintenance. Löschen Sie diese.
  4. Gegebenenfalls aktualisieren Sie erneut.

Fazit

Wer seine Wartungsarbeiten vor den Blicken der Besucher verbergen will, braucht keine Mauer zu errichten, sondern der findet zahlreiche gute kostenlose Plugins für den Wartungsmodus.

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