WordPress aktualisieren: Das 1x1 für sichere Updates

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Autor: Mirco Stalla
CEO WebsiteBakery

Sie sollten regelmäßig WordPress aktualisieren, um die volle Funktionalität Ihrer Website zu gewährleisten. Im Prinzip ist das WordPress-Update dabei nur einen Klick entfernt – doch was, wenn dabei ein Fehler auftritt? Um dem vorzubeugen, zeigen wir Ihnen unsere bewährte Update-Routine.

Durch das Konzept als Open Source Anwendung und die immens große Community, wird WordPress stetig weiterentwickelt. Fehlerbehebungen, Verbesserungen aber auch Neuerungen werden dabei in Form regelmäßiger Updates ausgeliefert. Deren Installation bzw. die Updates sind allen Seitenbetreibern dringend anzuraten. Was Sie beachten müssen, wenn Sie WordPress aktualisieren und wie Sie dabei vorgehen müssen, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

Kapitel 1

Vorbereitungen & Hintergründe

Weshalb Sie WordPress aktualisieren sollten

In der Praxis kommt es leider nicht selten vor, dass sich Seitenbetreiber das Update-Thema nicht zu Herzen nehmen. Sie setzen damit ihre Webseite und auch ihre Besucher einem großen Risiko aus.

Die Entwicklercommunity rund um WordPress sorgt dafür, dass es regelmäßig zu Weiterentwicklungen, Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates kommt. Dadurch erhalten Sie nicht nur mehr Sicherheit und Stabilität Ihres Systems, sondern auch regelmäßig neue Funktionen.

Pauschal gilt: Je aktueller Ihre WordPress-Installation ist, umso sicherer und besser geschützt gegen Hacker-Angriffe ist sie. Letzteres ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr, da die hohe Popularität von WordPress zunehmend dafür sorgt, dass WP-Seiten ins Visier krimineller Angreifer genommen werden. Das bedeutet nicht, dass WordPress an sich unsicher ist. Trotzdem ist es ein weiser Ratschlag, WordPress und die installierten Plugins stets aktuell zu halten. Weiters sollten Sie zusätzliche Absicherungsmaßnahmen in Erwägung ziehen; ein Backup sollte jedenfalls Standard sein.

Wann WordPress aktualisiert werden muss

Sobald Updates für WordPress selbst oder für installierte Plugins oder Themes zur Verfügung stehen, finden Sie einen entsprechenden Hinweis im WordPress Dashboard beziehungsweise im Menüpunkt „Aktualisierungen“ im Admin-Menü.

Grundsätzlich gilt dabei die Regel: Installieren Sie Updates möglichst zeitnah und so schnell wie möglich. Einzige überlegenswerte Ausnahme stellen große WordPress-Updates dar (Sie erkennen das an den Versionsnummerierungen, die nur eine Zahl nach dem Punkt haben, also z. B. ein Versionssprung von WordPress x.8 auf WordPress x.9).

Hierbei können Sie ruhig ein paar Tage ins Land ziehen lassen, um etwaige „Kinderkrankheiten“ abzuwarten. Diese schleichen sich nämlich manchmal trotz aller Prüfungen in die Endversionen ein. Die Chancen stehen gut, dass nach einigen Tagen die Macken beseitigt sind und Sie sich durch geduldiges Zuwarten jede Menge Ärger ersparen können und Sie können dann direkt auf die Version x.9.1 o.dgl. updaten.

Worauf Sie beim WordPress Update achten müssen

Ein WordPress Update ist einfach. In der Theorie jedenfalls. Einfach „Jetzt aktualisieren“ klicken und fertig ist das WordPress-Update.

Doch wenn man es genauer betrachtet, ist es nicht ganz so einfach. Denn bei der Aktualisierung von WordPress und den Plugins sowie Themes sollten ein paar Dinge zuvor und danach beachtet werden. Andernfalls treten unter Umständen ein Datenverlust, Fehler oder gar ein Totalausfall der Webseite ein. Aus diesem Grund ist oft der Abschluss eines WordPress-Wartungsvertrags bei einer spezialisierten WordPress-Agentur angeraten, die sich um die technische Wartung kümmert.

Folgende Dinge sollten Sie beim Updaten unbedingt beachten:

  • Erstellen Sie eine vollständige Sicherung der Webseite-Daten. So haben Sie im schlimmsten Fall die Möglichkeit, die alte Version wiederherzustellen.
  • Überprüfen Sie, ob die installierten Plugins mit der neuen WordPress-Version kompatibel sind. Falls dem nicht so ist, können Fehler oder eine eingeschränkte Funktionalität der Webseite nach dem Update zu vermerken sein.
  • Nach der Aktualisierung überprüfen Sie unbedingt, ob alles noch so funktioniert, wie es soll.
  • Haben Sie einen Notfallplan für den Fall, dass nach dem Update die Webseite plötzlich nicht mehr richtig funktioniert? (Falls nicht - lesen Sie einfach bis zum Ende)

Anleitung - So geht's

WordPress aktualisieren: Update in 5 Schritten

In der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung wird dargestellt, wie Sie WordPress aktualisieren und dabei auf der sicheren Seite bleiben können. Dabei müssen Sie die 5 Schritte genau beachten.

Schritt 1: WordPress Backup erstellen

Bevor Sie an das Update gehen, müssen Sie unbedingt ein Backup Ihrer Seite erstellen. Abgesehen davon, dass dies sowieso regelmäßig der Fall sein sollte, kann es in diesem Fall wirklich „überlebenswichtig“ sein.

Am einfachsten lässt sich ein Backup mit Hilfe eines Plugins erstellen. Natürlich geht es auch manuell, allerdings müssen Sie sich hierfür schon etwas besser mit MySQL-Datenbanken auskennen.

Ein empfehlenswertes Plugin für ein schnelles Backup vor dem WordPress Update ist das Plugin UpdraftPlus. Sobald Sie dieses installiert und aktiviert haben, können Sie mit nur wenigen Klicks ein komplettes Backup Ihrer Website erstellen.

Sie sollten zunächst einige Einstellungen vornehmen. Grundsätzlich können Sie die Standardeinstellungen belassen, aber eine ist wichtig: Wo Sie das Backup speichern wollen. Wenn Sie Ihre Wahl getroffen haben, gehen Sie auf „Aktueller Status“ und starten Sie das manuelle Backup. Weitere Informationen zu UpdraftPlus finden Sie weiter unten im Punkt „Backup“.

Schritt 2: Caching deaktivieren

Bevor Sie WordPress updaten, sollten Sie das Caching Ihrer Seite deaktivieren. Das ist deshalb wichtig, weil sonst die Gefahr besteht, dass Ihr Caching Plugin dem Updateprozess ins Gehege kommt.

Die während eines WP-Updates angezeigte Wartungsseite könnte beispielsweise in den Cache übernommen werden. Das würde bewirken, dass Ihre Seite nach dem erfolgreichen Update nicht richtig angezeigt wird. Deaktivieren Sie also sicherheitshalber das Caching Plugin. Häufig handelt es sich dabei um Plugins wie WP Rocket, Cachify, W3 Total Cache oder WP Super Cache.

Schritt 3: Plugins und Theme updaten

Stehen nicht nur ein WordPress, sondern auch Updates von Plugins und/oder Themes auf dem Programm besteht das Risiko, dass manche Plugins und Themes nach einem WordPress Update nicht mehr richtig funktionieren. Um dieses Risiko zu minimieren, ist es ratsam, zuerst die Plugins und Themes und erst wenn diese alle auf dem aktuellen Stand sind, WordPress selbst upzudaten.

Schritt 4: WordPress updaten

So, nun nach all der Vorarbeiten also der wesentliche Schritt: das WordPress Update.

Wechseln Sie dazu in den Menüpunkt „Aktualisieren“ und starten Sie die WP-Aktualisierung. Nun heißt es geduldig warten, bis diese abgeschlossen ist (keine Sorge, das dauert nur ein paar Sekunden).

Wenn das Update ein größeres war, dann werden Sie nach der Fertigstellung zu einer Willkommensseite weitergeleitet und erhalten Informationen über Neuerungen.

Schritt 5: Website überprüfen

Nach dem Update sollten Sie unbedingt alle Funktionen und das Layout Ihrer Website überprüfen. Wenn die Inhalte, das Layout und alle Funktionen nach wie vor uneingeschränkt funktionieren, haben Sie das WordPress Update erfolgreich abgeschlossen. Gratulation!

Anleitung - So geht's

Alternativ: WordPress manuell aktualisieren

Sie können WordPress nicht nur automatischen updaten, sondern alternativ auch manuell. Ein manuelles Update bietet sich an, wenn ein WordPress Login ins Backend – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich ist.

  1. Erstellen Sie als erstes unbedingt eine vollständige Datensicherung (Inhalte und Datenbank). Siehe dazu die Ausführungen oben.
  2. Anschließend begeben Sie sich in das Backend (sofern Sie einen Admin-Zugang haben) und deaktiviert dort alle installierten Plugins. Wenn Sie keinen Zugang mehr haben, dann benennen Sie mittels FTP die Ordnernamen der Plugins um (siehe oben).
  3. Melden Sie sich nun aus dem Backend ab (rechts oben).
  4. Laden Sie die aktuellste Version von WordPress herunter. Nutzen Sie die deutsche Version von WordPress so finden Sie die aktuelle Version auf der Webseite von WordPress Deutschland (https://de.wordpress.org/download/).
  5. Wenn der Download fertig ist, entpacken Sie die heruntergeladene ZIP-Datei.
  6. Gehen Sie mittels (s)FTP auf Ihren Server und löschen Sie
    1. folgende Verzeichnisse: /wp-admin und /wp-includes
    2. alle Dateien: wp-cron.php, wp-login.php, AUSSER wp-config.php und .htaccess
  7. Laden Sie die eben gelöschten Dateien in ihrer aktuellen Fassung aus der entpackten ZIP-Datei hoch. Sie müssen also die gesamten Verzeichnisse (mit allen Inhalten) /wp-admin und /wp-includes sowie alle Dateien mit Ausnahme der .htaccess-Datei und der wp-config.php
  8. Nun sind die Dateien auf dem neuesten Stand. Jetzt müssen Sie nur noch die Datenbank aktualisieren . Dazu geben Sie in die Adresszeile Ihres Browsers die URL meine-domain.de/wp-admin/upgrade.php ein und drücken Enter.
  9. Folgen Sie Datenbank-Aktualisierungs-Anweisungen.
  10. Jetzt müssen Sie nur noch die Plugins aktivieren und fertig ist das manuelle Update der WordPress Seite. Auch hier: Gratulation, wenn alles wieder so aussieht und so funktioniert, wie zuvor.
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